Zugang zum 'Dial In' des HRZ mit ISDN und Linux

Um unter Linux eine ISDN-Wählverbindung zum 'Dial In' des HRZ herzustellen benötigt man das von Fritz Elfert geschriebene Paket 'isdn4linux'. Es werden z.Z. die ICN ISDN Karte, sowie alle Teles kompatiblen Karten unterstützt. Im Folgenden beschreibe ich schrittweise die Konfiguration für den Zugang mit einer Teles-Karte.
  1. Der Kernel

    Seit der Kernel-Version 1.3.66 sind die Treiber für die ISDN-Karten in den Kernel-Source integriert. Ich empfehle daher, einen entsprechend neuen Kernel zu benutzen (Kernel-Source). Nach dem 'make config' ist der Kernel wie folgt zu konfigurieren:

    Alle übrigen Punkte müssen wie üblich der Hardware entsprechend angepaßt werden. Dann folgt wie immer 'make dep; make clean; make; make install; make modules; make modules_install'

  2. isdn4linux

    Die aktuelle Version von isdn4linux findet sich auf ftp.franken.de. Benötigt wird nur das File 'isdn4k-utils-2.0.tar.gz'. Die Installation mit 'make; make devices; make install' sollte problemlos verlaufen.

  3. Konfiguration

    1. startisdn

      Dieses Script enthält alle Befehle für die Initialisierung. Zunächst werden die Module geladen, dann die Telefonnummern eingestellt und am Schluß der ipppd gestartet. Das Script muß evtl. den eigenen Bedürfnissen entsprechend angepasst werden. Gestartet wird das Script entweder von Hand oder beim Systemstart durch einen Eintrag in '/etc/init.d' (abhängig den der verwendeten Linux-Distribution).

    2. pap-secrets

      Hier wird nur das Passwort für den Zugang zum Beus-Cluster eingetragen.

    3. ip-up

      Dieses Script wird nach dem Aufbau der Verbindung vom ipppd aufgerufen. Es ergänzt die Route um einen gateway-Eintrag

    4. ip-down

      Dieses Script wird nach Beendigung der Verbindung vom ipppd aufgerufen. Es löscht den gateway-Eintrag.

    5. options

      Diese Datei enthaelt die Optionen, mit denen ipppd aufgerufen wird.

    Die Dateien pap-secrets, options, ip-up und ip-down müssen in '/etc/ppp' liegen.

  4. Erste Schritte

    Zuerst muß 'startisdn' gestartet werden. Dann kann z.B. mit 'isdnctrl dial ippp0' eine Verbindung hergestellt werden. Der Vorgang sollte sich in den Logfiles (in '/var/log/') beobachten lassen. Nach wenigen Sekunden steht die Verbindung und das defaultgateway ist auf 141.2.29.2 gesetzt (mit 'route' beobachten).


Für Anregungen, Berichtigungen oder Ergänzungen zu dieser kleinen Anleitung wäre ich sehr dankbar.
Henning Weber
Institut für Theoretische Physik
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